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Klassische Moderne, Jazz und improvisierte Musik verschmelzen in
diesem Duo zu einer unverwechselbaren, stark individuell geprägten
Performance aus Tönen, „Geräuschen und „anderen
Dingen“.
Das Geschehen ist geprägt von Intuition und spontaner Improvisation,
eingebettet in das umfangreiche Repertoire an musikalischen Erfahrungen.
Alle Konzerte versprechen aufs Neue eine spannende Musik zu sein.
Pressekritiken
(Mitteldeutsche Zeitung/Dessau, Franz
Grippner 15.10.96)
Konzert im KIEZ, Dessau, Zwei Forscher
nach neuen Tönen
Bernd Born und Peter Koch erstaunten und begeisterten das Publikum
mit Improvisationen
Wenn die Rede von einem Konzert mit Saxophon und Cello ist, bedarf
es keiner weiteren Erklärung. Wie man diesen Instrumenten aber
ungeahnte Töne und Klangfarben entlocken kann, führten
Bernd Born (Klarinette/Saxophon) und Peter Koch (Violoncello am
Freitag im Dessauer KIEZ vor.
In einem vielseitigen und interessanten Programm führte das
Duo eigene Kompositionen und Interpretationen klassischer Titel
auf. Peter Koch traktierte sein Cello in barbarischer Manier. Er
trommelte auf dem Korpus, bearbeitete die Saiten ober- und unterhalb
des Steges, bis die Bespannung des Bogens in Fetzen hing. Er ließ
dabei keine Stelle seines Instrumentes aus, die in irgendeiner Weise
zum Klingen zu bringen war.
Nicht minder ausdrucksstark waren die Aktionen von Bernd Born auf
der Klarinette oder auf dem Saxophon. Da wurde durch das Instrument
geatmet, geblasen und gesprochen. Selbst die Geräusche der
Klappen wurden zum Bestandteil der Aufführung. Er erforschte
die Akustik des Raumes, indem er spielend umherging und die Töne
seiner Klarinette in Ecken, Nischen und hinter Heizkörper schickte.
. .
Sie entwickelten in ihrer „Klammer-Suite“, in der tatsächlich
eine auf die Saiten geklemmte Wäscheklammer zum Einsatz kam,
schier unglaubliche Klangfarben, Geräusche und angedeutete
Themen, die sie im Dialog entwickelten und variierten.
. . . „Der brennende Conrad“. Eine Komposition von Peter
Koch, in der er den Brand des Ateliers eines befreundeten Malers
musikalisch umsetzte. Man meinte fast, das Feuer knistern zu hören,
wenn Born seiner Klarinette rasante Läufe entlockte. Mit der
Interpretation einer Fuge von Schostakowitsch oder dem spontanen
Aufgreifen des Eulenspiegelthemas aus „Till Eulenspiegels
lustigen Streichen“ von Richard Strauß wurde die Vielfalt
des Programmes abgerundet.
Die Musiker bewiesen einmal mehr, dass ihre Improvisationen auf
dem Fundament einer soliden musikalischen Ausbildung basieren, was
auch die experimentellen Stücke glaubwürdig machte.
(Mitteldeutsche
Zeitung/Halle, Johannes Killyen, 18.6.98)
Theaterfestival Freiwild
Bevor Peter Koch Mittwoch Abend mit seinem Cello in die Fluten des
Stadtbades stieg, musizierte er im furiosen Wechselspiel mit dem
Saxophonisten Bernd Born.
. . . Trotz dieses Aufwandes hatte das musikalische Ereignis des
Abends bereits zuvor stattgefunden: Koch und der Saxophonist Bernd
Born, die mit ihrem „Dreiländer-Quartett“ schon
bei den letztjährigen Hallischen Musiktagen zu Gast waren,
spielten sich behutsam Bach-Bruchstücke zu, um den Meister
bald hinter sich zu lassen.
Sich gegenseitig aufpeitschend trieben sie ihre Improvisationen
bis in Grenzbereiche des technisch und akustisch Möglichen.
Leid und Meditation verkündeten die von der Technik veränderten
Klänge unter der runden Stadtbadkuppel: ein existenzielles
Ereignis.
(Wochenspiegel,
Halle/S., Karin Schalow, 11/2000)
Jazz-Fest 2000 mit Kompositionen von Weill
bis Ellington
. . . zum Auftakt am Donnerstag im „Objekt 5“ ein Konzert,
das durch Vielfalt und Können bestach. „Eine richtig
gute Akustik“ bescheinigte der in Ostrau lebende Baritonaxophonist
und Klarinettist Bernd Born der Szenekneipe in der Seebener Straße
gleich zu Beginn des Konzertes. Mit seinem langjährigen Duo-Partner
Peter Koch, Cellist aus Dresden, trat er mit frei improvisierten
Stücken eine Reise durch den neu entdeckten Klangraum an. Das
Publikum quittierte das Ergebnis mit stürmischem Applaus und
der Saxophonist mit der Bemerkung, dass er bestimmt nicht zum letzten
Mal hier gewesen sei.
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